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Die Gemeinde der Toroer Kanonissen ist einzigartig in Spanien. Am Anfang war Toro ein Doppelkloster und gehörte den Prämonstratensern von Grox. König Alfons VIII. hat die Dörfer von Alba de Tormes, Pobladura de los Huertos und den Berg von San Miguel dem Orden geschenkt. Diese Gutshöfe liegen etwa sieben Kilometer weit von Toro entfernt. Im Jahre 1304 waren nur noch fünf überlebende Schwestern im Doppelkloster, die in das Santa Sofia Haus umgezogen sind. Dieses Gebiet wurde noch im selben Jahr, am 12. Juni, den Schwestern geschenkt. Das Leben war hier karg, deshalb sind die Schwestern im Winter inein Schloss gezogen,welches von der Königin Maria von Molina, Ehefrau des Königs Sancho IV. am20. September 1316 ihnen gegeben wurde. Das Schloss war in ziemlich gutem Zustand, aber es musste umgebaut werden, damit das Gebäude auch als Kloster funktionieren könne. Die Königin hat das erlaubt, aber die Schwestern mussten einige Zimmer für sie reservieren. Papst Johannes XXII. hat mit einer Bulle auch dem Kloster Kirchenablässe gewährt. Die San Miguel Abtei von Grox wurde im Jahre 1449 aufgelöst, nachdem sie in einem örtlichen Krieg in 1385 geplündert worden war. Die Güte des Klosters haben die Schwestern bekommen und das Generalkapitel von 1460 hat ihnen ihren Besitz bestätigt. Im Jahre 1507 haben die Schwestern zum ersten mal ihre Zugehörigkeit zum Prämonstratenserorden bekräftigt. Damals wurde auch die Niederlassung in Villoria de Orbigo gegründet. Zwischen 1573 und 1594 hat die spanische Zirkarie alle Kontakte mit Prémontré aufgehoben, aber nach der inneren Erneuerung hat die Zirkarie sich "Spanische Kongregation des Prämonstratenserordens" genannt und damit ihre Bindung an den Orden wiederaufgenommen. In den folgenden Jahren wollten sich aber die Kanoniker nicht mit den Sachen der Schwestern befassen: so sind die Schwestern unter der Jurisdiktion des Diözesanbischofs gekommen. Die Klöster von Freznillo, Brazacorton und Sordillos waren auch wegen des ablehnenden Verhaltens der Chorherren weggefallen. Währen des 16. und 17. Jahrhunderts haben viele heilige Schwestern in der Toroer Gemeinschaft gelebt wie zum Beispiel Catharina Vasquez und Geronima Vela, deren Ordenskleider so abgenutzt waren, dass für die Beerdigung die Oberin Kleider von anderen Schwestern herhalten musste. Schwester Juana von Marina wurde wegen ihrer äußerst harten Bußübungen bekannt. Schwester Franziska von Ulloa wurde von Bischof beauftragt, anderen Gemeinschaften zu reformieren. Ana de Monroy, die tapfere Priorin, wurde voneinemanderen Bischof verhaftet. Und noch andere Schwestern, wie Juana Cuevas und Catharine von Grove, sind im Rufe der Heiligkeit gestorben. Zwischen 1739 und 1952 trug die Oberin des Klosters den Titel Äbtissin. Im Jahre 1834 wurde das Kloster von einer Gruppe der Antiklerikalen angezündet. In derMitte des 19. Jahrhunderts hat die Gemeinschaft aus 18 Schwestern bestanden und in diesen Jahren wurde auch der Kontakt mit dem Orden erneuert. Zwischen 1836 und 1852 wurde die Mehrheit der Möbel, Dokumenten und Materialien von den staatlichen Behörden konfisziert; deshalb sind wir heute ohne unsere historischen Dokumente hier geblieben.

Unser Leben beruht auf Arbeit und Gebet. Wir beten durchschnittlich sechs Stunden an jedem Tag im Rahmen der Heiligen Messe, des Chorgebetes und des Privatgebetes. Wir singen jeden Tagd as ganze Morgen- und Abendoffizium, die Heilige Messe und an Festtagen auch die Matutin und Sext. Jeden Sonntag und an den größeren Kirchenfesttagen verehrenwir die Eucharistie von halb vier bis halb acht Uhr. Es gibt auch eine Nachtanbetung, am ersten Donnerstag jeden Monats. Jeden Tag hält eine andere Schwester die Anbetung. Wir haben zweimal Rekreation im Laufe des Tages, nach dem Mittagessen und nach dem Abendessen. Die Rekreation ist länger am Donnerstag nach der Arbeit. Mit Ausnahme des Sonntags halten wie jeden Tag das Schuldkapitel. Vor zwei haben wir den Heiligen Stuhl gebeten, unter die Jurisdiktion des Ordens zu kommen, weil wir meinen, dass dies unserem Norbertinischen Charisma besser entspricht.


Die Kantorin

Schwestern im Chor

Nach 5 Jahren und sechs Monaten langen Wartens haben wir die Erlaubnis bekommen. Wir möchten unsere speziellen Danksagungen an Abt Ward Cortvriendt, den Vorsitzenden der Schwesternkommission, zu sagen, der uns so viel geholfen hat, um unsere Ziele zu erreichen. Unsere Gemeinde hat auch eine kleine Näherei, wo unsere Mitschwestern arbeiten. Alle Schwestern nehmen in der Arbeit teil, von Kochen bis zum Sakristei, Geschirrspülen und Putzen. Alle Schwestern haben ihre eigene Arbeit und, wenn das beendet ist, helfensieden anderen. Unser Gästehaus steht immer offen für die Priester, Jugendlichen und Gläubige, die ein paar Tage in der Stille verbringen möchten.



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