Veerle Doksany Svaty Kopecek Vrbove Bonlieu - France Aulendorf - Germany Mariengaard - Netherlands Trnava - Czeh-Moravian and Slovakian Provinces Zsambek - Hungary OOsterhout - Netherlands Imbrabowice - Polland Zwierzyniecz Cracow - Polland Toro - Spain Villoria de Orbigo - Spain Tehachapi - USA Sankt Gallen - Switzerland

| ENGLISH | DEUTSCH| ESPAÑOL | SLOVENSKI | MAGYAR

Eucharistia, Poenitentia, Immaculata, Ecclesia - Die folgenden Begriffen bilden das Wesen von unserem Charisma, das gleichzeitig kirchlich und missionarisch ist: der Dienst der Welt und der Kirche durch Gebet und Arbeit.

Noch zu Norberts Lebzeiten wurden nach dem Vorbild der Konvente von Männer Gemeinschaften für Frauen gebildet. Auch in Ungarn lebten sie, vom Volk "Mariens Töchter" genannt. Ihr Leben war bis zur Herrschaft der Türken ganz durch feierliche Liturgie, durch die schon bald ins ungarische übersetzte Vesper, durch eine strenge, meditative Lebensform und Aktivitäten zur Beglaubigung von Urkunden charakterisiert. Der weibliche Zweig der Prämonstratenser wurde im Jahre 1927 in Külsõvat als Drittorden neu begonnen mit der Hilfe des Krakauer Konvents (Zwierzyniec) und Dr. Sebastian Ráday, eines Chorherrn von Gödöllõ. Das Ordensleben wurde mit drei Schwestern begonnen, im Jahre 1950 wirkten 70 Schwestern in elf verschiedenen Häusern in Ungarn. Unsere Mitschwestern haben in der Volksschule unterrichtet, Kindergartengeleitet und als Kantorinnen in Pfarrgemeinden gedient. Die Ordensgemeinschaftenwurden im Jahre 1950 in Ungarn aufgelöst. Das gemeinsame Leben ist nach der politischen Wende wieder möglich geworden. Die vierzig Jahre der Unterdrückung haben 35 Schwestern überlebt.

Unser Charisma ist in der Nächstenliebe des Hl. Norberts gewurzelt, als er sich um die Armen gekümmert hatte. Wir führen unser Leben nach der Augustinusregel, in der Liebe zu Gott und zu den Menschen, verbunden mit der eucharistischen Anbetung, mit Bußwerken, mit der Verehrung die Heiligen Jungfrau Maria und dem Dienst in der Kirche. Wir beten das gleiche Offiziumwie der Chorherren, die kleinen und großen Gebetszeiten. Vor dem Morgenlobs meditieren wir eine halbe Stunde in der Kapelle. Wir halten an jedem Donnerstag auch eine Anbetungsstunde. Nach dem Abendessen beten wir auch eine Stunde lang in verschiedenen Intentionen wie zum Beispiel für die Patres, für das werdende Leben, für schwangere Frauen, Kranken, für die Familien, unsere Wohltäter, Nachwuchs für den Orden und für alle Leute, die im Elend sind. Nach 6 Monaten Postulatszeit beginnt das zweijährige Noviziat, dann kann die Schwester dreimal für ein Jahr und einmal für drei Jahre Profess ablegen. Der ewige Profess kommt dann nach sechs Jahren. Die Prämonstratenserinnen wurden nun nach 1989 in Zsámbék angesiedelt. Neben der liturgischen Tätigkeiten und die praktischen Sorgen über die Kirche, konzentrieren sich unsere Aufgaben auf den Religionsunterricht und die Sozialhilfe.

Unsere Hauptziele sind: praktische und materiale Hilfe zu geben, wo es nur möglich ist, um die Menschenwürde, das Selbstbewusstsein und Selbstachtung dieser Menschen zu stärken, ihre Fähigkeiten zu entdecken, sie zu stärken, um einen positiven Lebensstil zu erkennen, der aber in der Hoffnung auf Gott begründet ist. Um unsere Arbeit zu legalisieren, haben wir Prämonstratenserinnen im Jahre 1992 die "St.-Norbert- Karitas-Stiftung" gegründet. Die sammelt Geld um unsere Tätigkeit finanziell decken zu können. Während der Zeit, als wir schon praktische und psychologische Hilfe für die Gemeinde im Allgemeinen gegeben hatten, haben wir in 1993 ein Tagesheim für die armen Kinder des Dorfes im Alter von 6 bis 16 gegründet. Wir geben den Kindern täglich dreimal gratis Essen. Sie bekommen von uns die Schulbücher, die Hefte, Bleistifte und auch Bekleidung. Dazu organisieren wir schon seit 1992 in jedem Sommer einen Ferienlager.

Weihnachten wird mit ihren Familien zusammen gefeiert. Diese Arbeit geht weiter und es verbreitet sich Jahr für Jahr. In Jahr 1993 hatten wir 30 Kinder und heute werden bei uns schon 80 Kinder betreut.Von unseren 80 Schülern, die nach der Schule gegen Mittag in unser Tagesheim kommen, besuchen 25 Sonderklassen, weil sie geistig leicht behindert sind. Unter den 80 Kindern haben wir auch 40% Zigeuner. Das Tagesheim hat eine große Auswirkung für das Benehmen und für die körperliche und seelische Entwicklung dieser Kinder. Unser Ziel ist im Rahmen der Nachmittagsbeschäftigung die Interessen der Kinder für die richtigen Werte des Lebens zu erwecken. Die Armut, das fehlende oder auch das unordentliche Familienleben hat indiesen Kindern in meisten Fällen tiefe Spuren hinterlassen. Mangels guter Beispiele würden diese Kinder wieder ähnliche Wege wie ihre Eltern einschlagen. Sie erkennen und lernen bei uns die richtigen Werte des Lebens. In 1996 tauchte die Frage auf: "Was wird mit diesen Kindern, wenn sie die Grundschule beenden? Wo werden sie weiterlernen können?" Die Antwort war: "Nirgendwo", weil sie die Fahrtkosten nach budapest, 30 km von Zsámbék entfernt oder in die noch weiter entfernten Schulen - wobei es eben keine Fachmittelschule im Umkreis von 25 km gibt - nicht bezahlen können und weil diese Kinder auch keine Ausdauer besitzen. So wussten wir gleich, dass wir nur mit einer Berufsschule, einer Fachschule oder Fachmittelschule, wo auch das Abitur möglich ist, diesen Kinder und Jugendlichen eine Hilfe für ihr weiteres Leben anbieten könnten. So haben wir eine Berufsschule für die armen Jugendlichen gegründet. Die Berufsschule funktioniert für normale, für die begabteren und für die behinderten Kinder im Alter von 14 bis 25 Jahren. Wir haben 500 Schüler in der Schule, unter ihnen auch 40-50 Behinderte, die aber in die normalen Klassen integriert werden mit Hilfe von Heilpädagogen. Unter der 9., 10, 11. und 12. Klassen haben wir je eine Klasse, die am Ende auch Abitur machen kann. Die weniger Begabten können sich einen von 7 berufen wählen. (Schlosser, Maurer, Schreiner, Schneider, Koch, Informatiker, Sozialpflegerin). Die Jugendlichen, die unsere Schule besuchen, sind eigentlich "Straßenkinder" und leben an der Peripherie der Dörfern wie ihre Eltern.

Das Durchschnittsalter ist 17; 40 % der Schüler sind Zigeuner. Warum wir diesen Dienst auf uns genommen haben, ist darin begründet, dass wir unsere Mission (Evangelisation) durch karitative Tätigkeit ausüben möchten. Wir können diese jungen Leute nur so erreichen, dasswir ihnen die Liebe Gottes zeigen. Es ist ein schwerer Dienst. Wir können die Ergebnisse nicht greifen oder sehen, aber wenn wir amende "nur einen von diesen retten oder schonen können, müssen wir nicht mehr sagen, dass wir umsonst gelebt haben". Wir haben mehr Erfolg mit den jüngeren Kindern, aber der Herr hat auch das "verlorenen schaf" gesucht. Im Jahre 2006 haben wir die Sozialhilfe von der politischen Gemeinde übergenommen. Die "Hl.-Gertud-Zentrale" arbeitet auf dem Sozialgebiet: Altenpflege, Heimpflege, Sozialspeisung, Familienhilfe und Kinderwohlfahrt.


Fronleichnamsprozession

Schulweihe, 2003

Web: premontreinoverek.hu      Photo Gallery

 

Seitenspitze