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1947 hatten Prämonstratenser aus Windberg (Bayrischer Wald) versucht, in Rot an der Rot die ehemalige Prämonstratenserabtei wiederzubesiedeln. Als finanzielle Grundlage wurde ein Kinderheim errichtet und Schwestern für die Betreuung der Kinder gesucht. Da dies in der Nachkriegszeit nicht durch bestehende Ordensgemeinschaften möglich war, wurde eine neue Gemeinschaft ins Leben gerufen. Am 1. Mai 1950 wurden 2 Schwestern eingekleidet und damit unsere Gemeinschaft in Rot an der Rot gegründet. Bis 1959 war die Gemeinschaft auf 10 Schwestern angewachsen und für die Betreuung und Verpflegung der Kinder verantwortlich, die von Stuttgart aus zur Erholung geschickt wurden. Ende der 50er Jahre verließen die Prämonstratenser Rot und wechselten in die Diözese Essen nach Duisburg- Hamborn. Damit waren die Schwestern ganz sich selbst überlassen. Die Abtei Geras in Niederösterreich bot den Schwestern an, dass sie dort beim Aufbau der Abtei mithelfen konnten, ebenso in der Pfarrei St.Karl in Wien, wo ein Prämonstratenser als Pfarrer tätig war. Als 1960 die Diözese Rottenburg- Stuttgart das ehemalige Kloster in Rot an der Rot kaufte und es als Jugendbildungsstätte verwendete, kamen auf Wunsch des Bischofs die Schwestern aus Österreich zurück und übernahmen die wirtschaftliche Leitung des Hauses. Nachdem immer wieder Anfragen an uns kamen bezüglich der von uns gemieteten räumlichkeiten im Jugendhaus, konnten wir 1991 in unser "eigenes Kloster" (gegenüber dem ehemaligen Kloster) umziehen. Mit diesem Umzug intensivierte sich der Kontakt zur Gemeinde. Als Dritt-Ordens-Gemeinschaft sind wir mehr aktiv ausgerichtet. Unsere Gemeinschaft ist bischöflichen Rechts, d. h. wir unterstehen dem Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Mehrere Schwestern sind inzwischen durch das fortgeschrittene Alter aus dem aktiven Dienst ausgeschieden.

Am 01. september 2006 gab es in unserer Gemeinschaft ein sehr intensives Gespräch über unsere konkrete Zukunft. Bereits vor 11 Jahren kamen wir überein, wenn die Situation es erforderte, dass uns innerhalb der Kongregation der Franziskanerinnen von Reute, ca. 30 km von Rot entfernt, Lebensraum gewährt wird, dass es aber jeder einzelnen Schwester frei stehe, sich für einen "Umzug" zu entscheiden. Der Kontakt zu dieser Gemeinschaft besteht seit Jahrzehnten, sind doch auch 1-2 Schwestern von Reute lange in Rot an der Rot im Kindergarten und in der ambulanten Krankenpflege stationiert gewesen. Nun konnten wir in offener und wertschätzender Weise gemeinsam mit der Generaloberin der Franziskanerinnen neu unsere Zukunft in den Blick nehmen. Sowohl Ängste und Befürchtungen wie auch Wünsche und Hoffnungen wurden ausgetauscht und einander mitgeteilt. Es war eine "geistliche" Stunde, vom Geist Gottes geführt und geleitet. Bald darauf ist die erste Schwester nach Reute gezogen und im darauf folgenden Jahr hat eine weitere Mitschwester dort ihre Zelte aufschlagen. Es war sicher kein leichter Schritt - für alle. Biblisch gesehen ein Exodus, ein Aufbruch in ein verheißenes Land, ohne im Voraus zu wissen wie es sein wird. Allerdings ist uns auch über Mose die Zusage verheißen: Ich bin der ICH-BINDA! Im Vertrauen auf diesen mit¬gehenden Gott, der unseren Weg und unser Ziel kennt, konnten wir die nächsten Schritte tun. Inzwischen leben zwei Schwestern in Reute und zwei Schwestern leben und arbeiten in Aulendorf. Da Haus in Rot ist an die Gemeinde verkauft.


Prozession

Schwestern an der Heiligen Messe von Rot an der Rot

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